Leben im Flüchtlingslager

Gut dran sind die, die Geld zur Verfügung haben. Sie können sich zu der mageren eintönigen Kost der Rationen dazu kaufen, was sie sich leisten können. Wer kein Geld hat, und das sind die meisten, der muss mit der täglichen einmaligen Mahlzeit auskommen. Diese wird am Abend auf dem kleinen Kocher gekocht. In der Regel ist es Ugali, gekochtes Maismehl oder ein Brei aus Sorghum, einer Hirseart. Gemüse, Obst, Fleisch gibt es keines über die zugeteilten Rationen. Der Kocher und ein Topf gehören zur Ausstattung des Flüchtlingshilfswerks. Das Brenn-material ist das große Problem. Immer ist zu wenig davon da. Alle 14 Tage wird Brennholz ausgegeben. Im Lager und in der Umgebung wird jedes Stück Holz eingesammelt. Ich wundere mich immer wieder, wenn ich tatsächlich Kinder mit einem Bündel trockener Äste nach Hause ziehen sehe. Ich denke, dass die wenigen Bäume im Lager extra geschützt werden, ansonsten wären sie schon lange abgeholzt.
Ausschließlich aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf dieser Homepage vorwiegend die männliche Sprachform verwendet. Bei allen männlichen Wortformen sind stets alle Menschen jedweden Geschlechts gemeint.
© www.kakumahilfe.de 2014 - 2020
Kakuma Refugee Camp / Don Bosco Kakuma Flüchtlingshilfe Ostafrika e.V.
Kakuma Refugee Camp / Don Bosco Kakuma Flüchtlingshilfe Ostafrika e.V.
Mit Holzkohle zu heizen, ist wesentlich einfacher und effektiver. Für die hier lebenden Turkana ist die Herstellung und der Verkauf von Holzkohle eine wichtige Einkommensquelle geworden. Überall an den Überlandstraßen sieht man Säcke mit Holzkohle, die auf einen Käufer warten. Der dazugehörige Händler ist in der Regel unsichtbar, taucht aber schnell auf, wenn es an das Bezahlen geht. Sie kommen damit ins Lager und kaufen von den Flüchtlingen Mais, Hirse und Salz, das manche anbieten können. Die Turkana ziehen mit ihren Herden wie selbstverständlich durch das Lager, um sie dort weiden zu lassen. Das Gelände der Flüchtlingslager haben sie an die UNO verpachtet. Ihr Recht, sich hier ungehindert zu bewegen, ist dadurch nicht berührt. A Die Wasserversorgung ist im alten Teil des Lagers, in Kakuma 1 und 2, lange kein Problem gewesen. Die gebohrten Brunnen lieferten genug Wasser für die vorhandene Bevölkerung. In Wasserspeichern wird ein Vorrat gebildet und Wasserleitungen leiten das trinkbare Wasser zu den Zapfstellen, die gleichmäßig über das Lager verteilt sind. Die weiter außerhalb liegenden Lagerteile müssen mit Tanklastwagen versorgt werden.
Mit Zunahme der Bevölkerungszahl wurde das Wasser knapp und die Wasserversorgung wurde rationiert. Nur zu wenigen Stunden am Tag ist Wasser an den Zapfstellen vorhanden. Man kann sich leicht vorstellen, wie konfliktträchig dieser Mangel ist. Früh bilden sich Schlangen vor den Zapfhähnen. Wer darf sich wie viele Kanister füllen? 20 Liter werden pro Person und pro Tag gerechnet. Dieses Wasser muss für das Essen, für die persönliche Hygiene und zum Wäschewaschen reichen. Ein großes Glück ist, wenn man eine Beschäftigung findet, einen Job, auch wenn nur gering bezahlt oder wenn man sich für eine andere Aufgabe engagieren kann. Die Eltern sind froh, wenn sie ihre Kinder betreut wissen, wenn die Kinder zur Schule gehen können. Bildung wird hoch geschätzt und die Kinder sind begierig zu lernen.
KakumaHilfe
" Nun fördern und betreuen wir schon 1.060 Kinder im Savio-Club "
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Ausschließlich aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf dieser Homepage vorwiegend die männliche Sprachform verwendet. Bei allen männlichen Wortformen sind stets alle Menschen jedweden Geschlechts gemeint.      powered by Günther Jordan
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Gut dran sind die, die Geld zur Verfügung haben. Sie können sich zu der mageren eintönigen Kost der Rationen dazu kaufen, was sie sich leisten können. Wer kein Geld hat, und das sind die meisten, der muss mit der täglichen einmaligen Mahlzeit auskommen. Diese wird am Abend auf dem kleinen Kocher gekocht. In der Regel ist es Ugali, gekochtes Maismehl oder ein Brei aus Sorghum, einer Hirseart. Gemüse, Obst, Fleisch gibt es keines über die zugeteilten Rationen. Der Kocher und ein Topf gehören zur Ausstattung des Flüchtlingshilfswerks. Das Brenn-material ist das große Problem. Immer ist zu wenig davon da. Alle 14 Tage wird Brennholz ausgegeben. Im Lager und in der Umgebung wird jedes Stück Holz eingesammelt. Ich wundere mich immer wieder, wenn ich tatsächlich Kinder mit einem Bündel trockener Äste nach Hause ziehen sehe. Ich denke, dass die wenigen Bäume im Lager extra geschützt werden, ansonsten wären sie schon lange abgeholzt.

Leben im

Flüchtlingslager

Mit Holzkohle zu heizen, ist wesentlich einfacher und effektiver. Für die hier lebenden Turkana ist die Herstellung und der Verkauf von Holzkohle eine wichtige Einkommensquelle geworden. Überall an den Überlandstraßen sieht man Säcke mit Holzkohle, die auf einen Käufer warten. Der dazugehörige Händler ist in der Regel unsichtbar, taucht aber schnell auf, wenn es an das Bezahlen geht. Sie kommen damit ins Lager und kaufen von den Flüchtlingen Mais, Hirse und Salz, das manche anbieten können. Die Turkana ziehen mit ihren Herden wie selbstverständlich durch das Lager, um sie dort weiden zu lassen. Das Gelände der Flüchtlingslager haben sie an die UNO verpachtet. Ihr Recht, sich hier ungehindert zu bewegen, ist dadurch nicht berührt. A Die Wasserversorgung ist im alten Teil des Lagers, in Kakuma 1 und 2, lange kein Problem gewesen. Die gebohrten Brunnen lieferten genug Wasser für die vorhandene Bevölkerung. In Wasserspeichern wird ein Vorrat gebildet und Wasserleitungen leiten das trinkbare Wasser zu den Zapfstellen, die gleichmäßig über das Lager verteilt sind. Die weiter außerhalb liegenden Lagerteile müssen mit Tanklastwagen versorgt werden.
Mit Zunahme der Bevölkerungszahl wurde das Wasser knapp und die Wasserversorgung wurde rationiert. Nur zu wenigen Stunden am Tag ist Wasser an den Zapfstellen vorhanden. Man kann sich leicht vorstellen, wie konfliktträchig dieser Mangel ist. Früh bilden sich Schlangen vor den Zapfhähnen. Wer darf sich wie viele Kanister füllen? 20 Liter werden pro Person und pro Tag gerechnet. Dieses Wasser muss für das Essen, für die persönliche Hygiene und zum Wäschewaschen reichen. Ein großes Glück ist, wenn man eine Beschäftigung findet, einen Job, auch wenn nur gering bezahlt oder wenn man sich für eine andere Aufgabe engagieren kann. Die Eltern sind froh, wenn sie ihre Kinder betreut wissen, wenn die Kinder zur Schule gehen können. Bildung wird hoch geschätzt und die Kinder sind begierig zu lernen.
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