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Leben im Flüchtlingslager

Das Leben im Lager ist nicht leicht. Die beengten einfachen Hütten. Das eintönige Essen. Die Nahrungsmittelrationen enthalten lediglich Mais, Hirse, Salz und Öl. Die vielen Menschen auf engem Raum. Das Zusammentreffen verschiedener Nationen und Stämme mit ihren unterschiedlichen Eigenarten und Kulturen. Das Aufeinandertreffen von verfeindeten Stämmen, wie z.B. der Dinkas und der Nuer, die in ihrer Heimat Süd Sudan Krieg miteinander führen. Das Klima mit großer Hitze, Wind und Staub. Die unpassierbar gewordenen Wege nach Regen. Die unzureichenden Möglichkeiten, bei Krankheit Hilfe zu bekommen. Für die Jugendlichen und Erwachsenen die fehlende Abwechslung, die Langeweile, keine Möglichkeiten, sich sinnvoll zu beschäftigen.
Ausschließlich aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf dieser Homepage vorwiegend die männliche Sprachform verwendet. Bei allen männlichen Wortformen sind stets alle Menschen jedweden Geschlechts gemeint.
© www.kakumahilfe.de 2014 - 2020
Kakuma Refugee Camp / Don Bosco Kakuma Flüchtlingshilfe Ostafrika e.V.
Kakuma Refugee Camp / Don Bosco Kakuma Flüchtlingshilfe Ostafrika e.V.
Die Herausforderung beginnt nach der Registrierung und notfallmäßigen Unterbringung damit, dass die Menschen sich ihre Hütte selbst bauen müssen. Der Platz wird ihnen gezeigt, der Grundriss und der Plan der Hütte liegt vor. Nun geht es darum, aus dem Lehm des Bodens Steine zu formen und in der Sonne trocknen zu lassen, um daraus das Haus aufzubauen. 2013 und 14 sah ich noch viele Dächer aus Planen, die zur Verfügung gestellt wurden. Mittlerweile sind alle Dächer aus Wellblech. Die Wände aus getrockneten Ziegeln sind nicht regenfest, sodass immer wieder Wände einbrechen und ganze Hütten zusammenfallen. Dieses passierte in einem Teil des Lagers 2014 durch die Überschwemmung durch den Hochwasser führenden Fluss, der sich durchs Lager schlängelt, meistens aber trocken ist. In Kalobeyei, dem neuen Flüchtlingslager ungefähr 20 Kilometer von Kakuma entfernt, verfolgt die UNO eine andere Strategie. Die Hütten sollen offensichtlich für lange Zeit halten und werden in Stein geplant. Für die erste Unterkunft baut man sie aus einem Holzgestell, das mit Plastikplanen verkleidet wird. Nach und nach werden diese Provisorien durch die UNO durch Steinhäuser ersetzt.
Toiletten sind tief ausgehobene Gruben, auf die eine Betonplatte mit ausgespartem Loch gelegt wird. Wellblechwände sorgen für das Mindestmaß an Intimität. Die Platten werden im Lager angefertigt. Diese Tätigkeit ist eine der wenigen Möglichkeiten, eine Beschäftigung zu erhalten. Die Hütten sind ein Raum, in den die Menschen meistens eine Mauer einziehen, um Eltern und Kinder oder Mädchen und Jungen voneinander zu trennen. Rasch bemühen sich die Menschen, ihren Bereich abzugrenzen und zu sichern. Feste Pfosten für eine kräftige Tür mit einem Vorhängeschloss sind ein Muss. Häufig leben Großfamilien zusammen oder Gruppen junge Männer. Die dornigen Zweige der Akazien werden gesammelt und mit ihnen wird ein undurchdringlicher Zaun um mehrere Hütten gezogen. So entsteht ein Verbund von Hütten mit einem Innenhof. Geld ist erforderlich und handwerkliches Geschick, um sich ein einigermaßen sicheres Zuhause zu schaffen.
KakumaHilfe
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Ausschließlich aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf dieser Homepage vorwiegend die männliche Sprachform verwendet. Bei allen männlichen Wortformen sind stets alle Menschen jedweden Geschlechts gemeint.      powered by Günther Jordan
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Leben im

Flüchtlingslager

Das Leben im Lager ist nicht leicht. Die beengten einfachen Hütten. Das eintönige Essen. Die Nahrungsmittelrationen enthalten lediglich Mais, Hirse, Salz und Öl. Die vielen Menschen auf engem Raum. Das Zusammentreffen verschiedener Nationen und Stämme mit ihren unterschiedlichen Eigenarten und Kulturen. Das Aufeinandertreffen von verfeindeten Stämmen, wie z.B. der Dinkas und der Nuer, die in ihrer Heimat Süd Sudan Krieg miteinander führen. Das Klima mit großer Hitze, Wind und Staub. Die unpassierbar gewordenen Wege nach Regen. Die unzureichenden Möglichkeiten, bei Krankheit Hilfe zu bekommen. Für die Jugendlichen und Erwachsenen die fehlende Abwechslung, die Langeweile, keine Möglichkeiten, sich sinnvoll zu beschäftigen.
Die Herausforderung beginnt nach der Registrierung und notfallmäßigen Unterbringung damit, dass die Menschen sich ihre Hütte selbst bauen müssen. Der Platz wird ihnen gezeigt, der Grundriss und der Plan der Hütte liegt vor. Nun geht es darum, aus dem Lehm des Bodens Steine zu formen und in der Sonne trocknen zu lassen, um daraus das Haus aufzubauen. 2013 und 14 sah ich noch viele Dächer aus Planen, die zur Verfügung gestellt wurden. Mittlerweile sind alle Dächer aus Wellblech. Die Wände aus getrockneten Ziegeln sind nicht regenfest, sodass immer wieder Wände einbrechen und ganze Hütten zusammenfallen. Dieses passierte in einem Teil des Lagers 2014 durch die Überschwemmung durch den Hochwasser führenden Fluss, der sich durchs Lager schlängelt, meistens aber trocken ist.
In Kalobeyei, dem neuen Flüchtlingslager ungefähr 20 Kilometer von Kakuma entfernt, verfolgt die UNO eine andere Strategie. Die Hütten sollen offensichtlich für lange Zeit halten und werden in Stein geplant. Für die erste Unterkunft baut man sie aus einem Holzgestell, das mit Plastikplanen verkleidet wird. Nach und nach werden diese Provisorien durch die UNO durch Steinhäuser ersetzt.
Toiletten sind tief ausgehobene Gruben, auf die eine Betonplatte mit ausgespartem Loch gelegt wird. Wellblechwände sorgen für das Mindestmaß an Intimität. Die Platten werden im Lager angefertigt. Diese Tätigkeit ist eine der wenigen Möglichkeiten, eine Beschäftigung zu erhalten. Die Hütten sind ein Raum, in den die Menschen meistens eine Mauer einziehen, um Eltern und Kinder oder Mädchen und Jungen voneinander zu trennen. Rasch bemühen sich die Menschen, ihren Bereich abzugrenzen und zu sichern. Feste Pfosten für eine kräftige Tür mit einem Vorhängeschloss sind ein Muss. Häufig leben Großfamilien zusammen oder Gruppen junge Männer. Die dornigen Zweige der Akazien werden gesammelt und mit ihnen wird ein undurchdringlicher Zaun um mehrere Hütten gezogen. So entsteht ein Verbund von Hütten mit einem Innenhof. Geld ist erforderlich und handwerkliches Geschick, um sich ein einigermaßen sicheres Zuhause zu schaffen.
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